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Der Annaturm auf dem Bröhn (mit 405 m über NN der höchste Punkt im Deister) liegt direkt am Kammweg, einem uralten Verkehrsweg auf dem Rücken des Deisters, an dem noch Wegesteine aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert zu finden sind.

Nachdem 1820 die von dem Mathematiker Prof.Carl Friedrich Gauß angeregte Vermessung des Königreichs Hannover genehmigt worden war, wurde 1833/34 der Annaturm als Holz-Eisen-Konstruktion auf Veranlassung von Gauß als trigonometrischer Messpunkt auf dem Bröhn im Deister errichtet, von dem er selbst 1834 Landvermessungen (Gaußsche Landesaufnahme) durchführte. Dabei kam ein von Ihm neu entwickeltes Gerät (Heliotrop) für die Triangulation zur Anwendung. Heute erinnert noch der Gaußstein, der die Buchstaben G wie Gauß und M wie Kapitän Müller trägt, mit dem Gauß die Vermessungen durchführte, in unserer Gartenterrasse an diese Zeit.

Im Laufe der Geschichte wurden 1867 und 1879 neue Türme aus verschieden Materialien neu aufgebaut bzw. umgebaut. Der 3. Turm wurde auf den Namen Anna, des Maurermeisters Ernst Brauns Gattin aus Hannover, getauft.

Weitere Türme wurden 1888 und 1904 (jetzt aus Stahl) errichtet. Der fünfte 1904 gebaute Turm wurde während des Zweiten Weltkrieges als Flugmeldeturm genutzt. Bei Kriegsende versuchte man ihn zu zerstören, doch die Sprengung misslang. Ab 1947 diente er der Oberpostdirektion als Fernmeldeturm.

1982 hat man den nun mittlerweile 6. Turm als Betonröhrenturm mit einer direkt daneben liegenden Waldgaststätte als Wanderziel errichtet.

Auf dem Turm mit einer Höhe von 28 m befinden sich Besucher in 433 m über NN und bekommen einen gewaltigen Rund- Um- Blick über das Calenberger Land bis nach Hannover, zum Steinhuder Meer, zum Brocken im Harz und auch zum Weserbergland. Die Turmbesteigung ist kostenfrei.